Wenn wir über SEO sprechen, müssen wir auch die Offpage reden. Also hauptsächlich über Backlinks. Doch damit wäre die Frage, was man unter Offpage-Optimierung versteht, in meinen Augen, nicht ganz beantwortet. Was ich damit meine, erkläre ich in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis:
Was bedeutet Offpage?
Was bedeutet Offpage?
Pflege der NAP-Daten
Online-Reputation
Digitale Touchpoints
Fazit

Die Frage, was man unter Offpage und damit unter Offpage-Optimierung versteht, kommt immer wieder auf. Als Antwort erhält man dann die Backlinks. Also Links von anderen Webseiten, die auf eure Seite verweisen. Doch die Offpage-Optimierung geht in meinen Augen darüber hinaus. Für mich zählen noch weitere Faktoren dazu. Deswegen möchte ich hier einmal den Rahmen erweitern. Und die Perspektive.

Was bedeutet Offpage?

Kurz gesagt ist mit Offpage alles gemeint, was abseits eurer Webseite liegt. In erster Linie geht es um Backlinks. Das sind Links von anderen Websites, die auf eure Webseite verlinken. Google bezieht diese mit ins Ranking eurer Webseite mit ein. Wenn eine Website bspw. einen Artikel auf einer anderen Webseite erwähnt ist das erstmal ein gutes Zeichen. Denn das bedeutet, dass die erste Seite passende Antworten für die Suchmaschine bereitstellt. Und je mehr solcher Verweise es aus unterschiedlichen Quellen gibt, desto interessanter scheint der Inhalt zu sein. Gleichzeitig wird damit auch die ursprüngliche Quelle aufgewertet. Anders macht es übrigens Bing. Die Suchmaschine von Microsoft bezieht Backlinks nicht mit ins Ranking ein.

Was ist Offpage-Optimierung?

Unter Offpage-Optimierung versteht man das gezielte verlinken von Webseiten untereinander. Auch wenn Google nichts von Linkbuilding wissen will, spricht nichts dagegen, wenn ihr eure Seite mit anderen, thematisch ähnlichen Seiten vernetzt. Google geht eher davon aus, das sich gute Inhalte von selbst verbreiten. Und dafür ist kein Linkaufbau nötig.
Eine Besonderheit spielen Backlinks beim Thema Local SEO. Hier sind Links von lokalen Webseiten wichtig. Dazu gehören bspw. Links von Lokalzeitungen und Sportvereinen aus der Region.

Soweit also zum Thema Offpage. Doch wie ich anfangs schon sagte, endet für mich die Offpage-Optimierung an dieser Stelle nicht. Im Gegenteil, sie beginnt hier.

Eine Webseite ist an vielen Stellen vernetzt. Sei es der Link aus dem Google Unternehmensprofil, im Local Pack oder der Link von eurem Social-Media-Profil. Überall, wo ihr einen Link auf eure Homepage setzen könnt, solltet ihr dies tun. Und das zielgerichtet.

Pflege der NAP-Daten

Für Firmen sollte auch die Pflege der sog. NAP-Daten ein Anliegen sein. NAP steht für Name, Adress, Phone. Gemeint sind damit die Stammdaten eines Unternehmens. Über die NAP-Daten führt Google einen Datenabgleich durch. Werden diese Angaben von vielen Quellen gestützt, scheint es die Firma tatsächlich zu geben. Aber auch für die Nutzer sind diese Daten wichtig, denn sie vertrauen darauf, was Google ihnen ausgibt. Sind bspw. die Öffnungszeiten nicht aktuell, steht der Kunde womöglich vor einer verschlossenen Tür. Daher sollten die Stammdaten immer vollständig und einheitlich geschrieben sein. Und das möglichst über alle Touchpoints hinweg. Egal, ob es sich dabei um einen Branchenbucheintrag handelt, der Social-Media-Auftritt oder eine Navi-App.

Online-Reputation

In Zeiten, in denen nahezu alles bewertet wird, spielen natürlich auch Rezensionen eine Rolle. Google bezieht diese mit in das Ranking der Webseite mit ein. Wenn auch nur indirekt. Nichtsdestotrotz solltet ihr aktiv Bewertungen einholen. Auch ein bisschen auf “Vorrat”, für den Fall, dass doch mal eine negative Bewertung darunter ist und diese damit nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Gleiches gilt für andere Profile wie Trusted Shops oder Proven Expert.

Digitale Touchpoints

Es gibt noch viele andere Berührungspunkte, in denen ein Link auf eure Webseite führt. Dazu zählen nicht nur die Dienste von Google, wie Google My Business oder Google Maps, sondern auch Links von Social-Media-Kanälen, Communities und Foren, Blogs, Stellenbörsen und Diensten wie Flickr, oder Nachrichtenfeeds sowie Apps. Überall werden Infos geteilt, geliked oder erwähnt.

Fazit

Meiner Meinung nach endet die Offpage-Optimierung nicht beim Thema Backlinks. Aufgrund des hohen Vernetzungsgrads und der unzähligen Berührungspunkte und Erwähnungen, die eine Webseite heutzutage ausgesetzt ist, müssen wir den Rahmen weiter denken. Zwar ist es fast unmöglich alles in irgendeiner Weise zu managen, aber Schwerpunkte sollten wir uns setzen und gezielt daran arbeiten, optimieren und uns ggf. davon distanzieren.

Über den Autor

Andi

Ich bin Marketing-Referent, Blogger und Fachautor. Ich schreibe auf digitalanalyse.de über die Themen SEO, Google My Business und Online-Marketing.

Alle Beiträge anzeigen