Wer Google Analytics zum ersten Mal öffnet, wird erschlagen von den vielen Zahlen. Doch wie genau ist Google Analytics? Das Tracking unterliegt  zahlreichen Faktoren. Hier habe ich einmal 7 davon aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis
Daten auswerten – Wie genau ist Google Analytics?
1. Einbindung per JavaScript
2. Die Einwilligung des Nutzers
3. Tracking-Blocker und Anti-Viren-Programme
4. Datenschutzeinstellungen im Browser/Betriebssystem
5. Cookies gelöscht
6. Angewandte Datenfilter
7. Tracking richtig installiert?
Fazit

Jeder, der SEO betreibt, wünscht sich genaue Daten. Doch es gibt viele Faktoren, die dass Tracking beeinflussen. Und die Frage ist: Wie genau ist das Ganze? Warum ihr den Zahlen aus Google Analytics nicht blindlings glauben solltet, woher die Abweichungen kommen, und wie ihr diese stattdessen bewerten solltet, darum geht es in diesem Beitrag.

Wie genau ist Google Analytics?

Daten auswerten – Wie genau ist Google Analytics?

Wer Daten mit Google Analytics auswerten will, sollte beachten, dass die Zahlen gewissen Abweichungen unterliegen können. Ein Grund dafür ist  die Art und Weise, wie dass Analysetool in die Webseite eingebunden ist. Dazu gleich mehr. Ein anderer Grund liegt in Google Analytics selbst, wie u.a. t3n berichtete. Dass Analysetool basiert auf statistischen Modellen, welche die Datenerhebung beeinflussen. Dadurch ergeben sich auch Unterschiede in den Daten, wenn ihr bspw. Daten mit Matomo vergleicht. Wie genau Google Analytics ist, dass hängt u.a. von folgenden Faktoren ab:

1. Einbindung per JavaScript

Google Analytics wird i.d.R. mit einem JavaScript-Code über den Google Tag Manager eingebunden. Wenn ein Nutzer nun in seinen Browser-Einstellungen JavaScript deaktiviert, ist folglich auch kein Tracking möglich. Zwar ist mit dieser Einstellung kein wirklich gutes Surfen im Netz möglich, aber auch wer kurzzeitig JavaScript deaktiviert, wird von Google Analytics nicht erfasst. Dies kann dazu führen, dass Daten nicht vollständig an den Google-Server gesendet werden.

2. Die Einwilligung des Nutzers

Bevor Google Analytics überhaupt Daten erheben kann und darf, ist die ausdrückliche Einwilligung des Nutzers nötig. Hinzu kommt, dass er diese auch nur für einzelne Dienste erteilen kann. Akzeptiert er bspw. nur den Google Tag Manager oder ausschließlich die notwendigen Cookies – nicht aber Google Analytics, so werden logischerweise keine Daten weitergegeben. In Borlabs lassen sich zwar Statistiken einsehen, wie hoch die Summe der jeweiligen Einwilligungen ist, doch diese sind nicht nutzerbezogen.

3. Tracking-Blocker und Anti-Viren-Programme

Wer in seinem Browser eine Erweiterung installiert hat, die dass Tracking blockieren, wird auch nicht erfasst. Es gibt auch Anti-Viren-Programme, die die Datensammlung verhindern.

4. Datenschutzeinstellungen im Browser und/oder Betriebssystem

Ebenso lassen sich im Browser einige Datenschutzeinstellungen regeln. Wer diese anpasst, kann nicht getrackt werden. Dies ist natürlich auch im Betriebssystem möglich. Allerdings trifft dies nicht im Inkognito-Modus zu. Hier werden trotzdem Daten erhoben.

5. Cookies gelöscht

Abweichung in den Zahlen können auch an einer anderen Stelle entstehen. Da Google Analytics vor allem auf Cookies basiert, ergeben sich daraus gewisse Nachteile für dass Tracking. Sobald ein Nutzer Cookies deaktiviert oder gar löscht, ist entweder keine Datenerfassung möglich, oder die Daten sorgen für Abweichungen bei bestimmten Kennzahlen. So z.B. bei den Sitzungen oder den Events.
Des Weiteren spielt die Speicherdauer der Cookies in Google Analytics eine Rolle. Dass Analysetool speichert Daten nur für einen bestimmten Zeitraum. Löscht ein Nutzer zwischenzeitlich seine Cookies, wird ggf. wieder ein neuer Cookie gesetzt, der die Daten in gewisser Weise verzerren kann.

6. Angewandte Datenfilter

Google Analytics erfasst allerhand Daten. Wie genau diese sind, ist auch davon abhängig, ob die Datenfilter richtig konfiguriert sind. Wird bspw. der hausinterne Traffic herausgerechnet? Oder die Verweise, die z.B. über eine Testumgebung entstanden sind? Gerade bei großen Unternehmen kann ein nicht eingestellter Datenfilter die Zahlen massiv verzerren.

7. Tracking richtig installiert?

Es kann aber auch zu Flüchtigkeitsfehlern bei der Einrichtung von Google Analytics kommen. Es kann passieren, dass der Tracking-Code ausversehen doppelt in die Seite eingebunden. Dazu sollten die Einstellungen in Borlabs geprüft werden.

Fazit

Das Tracking wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Wie hoch der Anteil der Nutzer ist, die Tracking-Blocker installiert haben, oder ein Tracking ablehnen, lässt sich nicht genau beziffern. Wie genau Google Analytics ist, dass lässt sich also nicht sagen. Manche reden hier von einer Abweichung um 5%, andere dagegen von 10%. Betrachten wir die Zahlen daher nur als das, was von Google Analytics erfasst wurde, also nur als Tendenz. Nehmt die Zahlen also nicht für bare Münze.
Durch die DSGVO und ein wachsendes Bewusstsein für den Datenschutz könnten künftig zu noch größeren Abweichungen führen. Wenn ihr Zahlen an einen Kunden herausgebt, schreibt immer auch einen Hinweis dazu, dass die Angaben abweichen können.

Über den Autor

Andi

Ich bin Marketing-Referent, Blogger und Fachautor. Ich schreibe auf digitalanalyse.de über die Themen SEO, Google My Business und Online-Marketing.

Alle Beiträge anzeigen