Google bietet eine Möglichkeit Stellenanzeigen auch in der Suchmaschine auszugeben. Das Ganze nennt sich Google for Jobs. Wie das Format funktioniert, was dahinter steckt und wie ihr es in WordPress einrichtet, das beschreibt dieser Artikel.

Inhaltsverzeichnis
Was ist Google for Jobs?
Welche Funktionen bietet die Googles Jobsuche?
Was sind die Vor- und Nachteile von Google for Jobs?
Wie kann man eine Stellenanzeige auf Google schalten?
Welche Voraussetzungen gelten für Google for Jobs?
Wie kann man sich auf eine Stelle bewerben?
Wie lange werden die Stellen auf Google ausgeschrieben?
Welche Jobbörsen kooperieren mit Google for Jobs?
Google for Jobs in WordPress einrichten
Logo hinterlegen
Direktbewerbung
JobPosting testen
Google for Jobs auswerten mit der Search Console und Google Analytics
Wie funktioniert Google for Jobs technisch gesehen?
Meine Erfahrungen mit Google for Jobs
Fazit

Was ist Google for Jobs?

Laut Google suchen Bewerber in Deutschland zu über 50 % nach Stellenangeboten – Tendenz steigend. Um den Bewerber die Stellensuche zu erleichtern, hat Google eine optimierte Jobsuche direkt in den Suchergebnissen implementiert. Bei Goole for Jobs handelt es sich also um keine neue Stellenbörse. Vielmehr bezieht die Suchmaschine die Stellen aus diversen Quellen – auch Stellenportale oder auch Unternehmensseiten.

Das Jobformat kann man bspw. nicht über eine eigene URL erreichen. Auch lassen sich dort keine Jobangebote inserieren, wie im klassischen Sinne. Vielmehr handelt es sich um eine Erweiterung der Suchresultate – ähnlich einem Preisvergleichsportal oder Google Travel. Intern spricht Google auch von „Job search via Google“. Ein potenzieller Bewerber, der nach offenen Stellen sucht, findet auf Google passende Stellen in seinem Umkreis und erspart sich ggf. den Umweg über die Stellenbörsen.

Google for Jobs in den Suchergebnissen

 

Zu der Jobplattform gelangt ihr, wenn ihr Suchbegriffe wie „Jobs in meiner Nähe“, „Jobs Verkäufer“, „Studentenjobs“, „Stellenangebote Berufskraftfahrer“, „Stellenangebote Hannover“, „Jobs im Marketing“, „Stelle als Feuerwehrmann“ oder lediglich „Berufskraftfahrer“ eingebt. Sogar eine adressbezogene Suche wie „Jobs Kurfürstendamm“ ist möglich, ohne explizit Berlin dazuzuschreiben. Ebenso funktioniert dies bei größeren Unternehmen, wie „Stellenangebote Volkswagen“. Die Stellenangebote werden dabei zwischen den Werbeanzeigen und den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt. Dazu ein paar Zahlen.

Suchbegriffegeschätztes Suchvolumen pro MonatWettbewerb
babysitter jobs in meiner nähe9062 %
jobs in meiner nähe1.90059 %
kudamm jobs1043 %
minijobs in meiner nähe88054 %
putzstelle in meiner nähe9045 %
quereinsteiger jobs in meiner nähe7075 %
stellenangebote controlling48054 %
stellenangebote in meiner nähe1.60068 %
stellenangebote industriemechaniker in meiner nähe9079 %
studentenjobs8.10065 %
teilzeitjobs in meiner nähe7057 %

Welche Funktionen bietet die Googles Jobsuche?

Google for Jobs bietet eine Vielzahl an Filtermöglichkeiten. Eine Art Ranking, wie ihr es von den organischen Suchresultaten her kennt, gibt es nicht. Auf die Reihenfolge in der die Stellen angezeigt werden, könnt ihr also keinen Einfluß nehmen. Google bezieht bei der Suchanfrage immer den Standort des Nutzers (IP-Adresse) mit ein. Deshalb erscheinen die nächstgelegenen Stellen weiter oben. Der Bewerber kann aber auch einen Radius bestimmen. Zudem kann er die Branche auswählen, das Erscheinungsdatum eingrenzen, die Anstellungsart festlegen, oder einzelne Arbeitgeber auswählen. Zusätzlich kann er sich einzelne Stellen als Favoriten abspeichern, oder einen Job-Alert, also eine E-Mail-Benachrichtigung über neue passende Stellen, einrichten (Google-Konto vorausgesetzt).

Neben dem Umkreis bietet die Jobsuchfunktion auch eine Gehaltsschätzung der jeweiligen Stellenanzeige. Diese basieren auf den Daten von Portalen wie salary oder Glassdoor und werden von dort aggregiert und im Durchschnitt angegeben. Die einzelnen Gehaltsspannen werden dabei geclustert nach den jeweiligen Portalen angegeben und bieten so die Möglichkeit, eine recht zuverlässige Gehaltsschätzung anzugeben.

Neu ist auch die Möglichkeit, gezielt nach Remote Jobs zu suchen. Allerdings hat dieses Feature noch einen kleinen Haken: Die Suche funktioniert nur, wenn die Anzeige auch entsprechend gekennzeichnet wurde. Da das Konzept der Remote Work hierzulande noch nicht so stark ausgeprägt ist, sind auch entsprechend wenig Anzeigen verzeichnet.

Was sind die Vor- und Nachteile von Google for Jobs?

Die Vorteile für Bewerber:

  • Übersichtliche und einfache Benutzeroberfläche mit diversen Filtermöglichkeiten.
  • Die Arbeitssuche wird erleichtert und der Bewerbungsprozess wird abgekürzt.
  • Adressbezogene Suchen möglich wie „Jobs Kurfürstendamm“.
  • Die Abfrage erfolgt gleichzeitig in mehreren Jobportalen.
  • Gute Vergleichbarkeit mehrerer Stellenangebote.
  • Entscheidungshilfen wie Arbeitgeberbewertungen werden angezeigt.
  • Auch „ähnliche“ Jobs werden angezeigt, obwohl der Nutzer gar nicht explizit danach gesucht hat.
  • Google arbeitet an einer Lösung zur Direktbewerbung, über die ein Bewerber nur noch seine Bewerbungsmappe übertragen muss.

Die Nachteile für Bewerber:

  • Nicht alle potenziellen Stellen werden von Google dort angezeigt, die es in den klassischen Jobbörsen gibt.
  • Bisher kennen und nutzen noch nicht viele Firmen das Format, sodass der Traumjob auch auf einer anderen Stellenbörse aufgeführt werden kann.
  • Teilweise sind die Stellenausschreibungen nicht wie von Google gewünscht angelegt. Dadurch sind die Angaben unvollständig oder fehlen ganz.
  • Klassische Stellenbörsen haben mitunter mehr Filtermöglichkeiten, wie z.B. nach dem Gehalt.
  • Unternehmensbewertungen müssen seitens der Firma eingerichtet werden.

Die Vorteile für Unternehmen:

  • Zusätzliche Sichtbarkeit der eigenen Karriereseiten in die Suchergebnissen. Dies ist gerade für Unternehmen aus weniger bekannten Branchen interessant.
  • Enorme Steigerung der Reichweite, vor allem für kleine Unternehmen.
  • Zusätzlicher Traffic für die Homepage. Dadurch werden auch Bewerber auf deine Firma aufmerksam, die das Unternehmen nicht kennen oder eher Branchen, die weniger im Fokus stehen.
  • Kostenersparnis, da die Stellen nicht unbedingt zusätzlich in einem Jobportal geschaltet werden müssen und Google for Jobs an sich kostenlos ist. Jedoch muss auf der Homepage ein spezielles Format eingerichtet werden, damit Google die Stellen als solches erkennt.
  • Unternehmen können sich dort mit ihrem Logo und Bewertungen präsentieren.
  • Auch „ähnliche“ Jobs werden angezeigt, obwohl der Nutzer gar nicht explizit danach gesucht hat. Gerade bei sehr spezifischen Stellen kann das hilfreich sein.
  • Google for Jobs wird auch denjenigen angezeigt, die sich nur über Berufe informieren wollen, aber noch kein Wechsel planen.
  • Obwohl es das Format schon seit 2019 gibt, ist die Bekanntheit noch nicht so hoch. Hier bietet sich für eine Chance für schnelle Unternehmen.
  • Auswertungsmöglichkeiten durch die Search Console und Google Analytics.

Die Nachteile für Unternehmen:

  • Die Indexierung der Stellen kann mitunter etwas dauern.
  • Vergleichbarkeit durch Bewertungen erhöht den Druck auf die Arbeitgeber.
  • Überregionale Stellen erscheinen eventuell sehr weit hinten und sind praktisch nicht auffindbar.
  • Die Benutzeroberfläche von Google for Jobs erscheint nicht immer, obwohl man explizit nach Stellenangeboten sucht. Die Stellen sind dann eventuell nicht sichtbar.
  • In einigen Fällen erscheinen auf der Jobplattform auch Duplikate mit falschen Angaben.
  • Es gab auch schon Fälle, bei denen die Gehaltsangabe seitens des Arbeitgebers weggelassen wurde. In so einem Fall ergänzte Google diese eigenständig durch Angaben von Glassdoor oder gehalt.de.
  • Einzelne Daten können unvollständig sein. Dann könnte bspw. das Logo nicht dargestellt werden. Stattdessen verwendet Google dann den Anfangsbuchstaben des Unternehmens. Auch kam es schon vor, dass ein falsches Logo ausgespielt wurde.
  • Es gibt keine Garantie, dass die Stellen von Google auch als solches erkannt und in Google for Jobs angezeigt werden.
  • Google for Jobs ist für Initiativ-Bewerbungen eher weniger geeignet, da die Google-Richtlinien ein bloßes Einreichen des Lebenslaufs untersagen. Google schreibt dazu: „Publisher dürfen Lebensläufe nur für zu besetzende Stellen anfordern. Wir entfernen unter Umständen Aufforderungen zum Einsenden von Lebensläufen, bei denen Informationen zu Bewerbern gesammelt, aber momentan niemand eingestellt wird.“
  • Da die Stellen in einem speziellen Format angelegt werden müssen, kann sich bei vielen Stellen der Arbeitsaufwand stark erhöhen.
  • Sollte Google die Direktbewerbung einführen, wird sich der Verwaltungsaufwand im Bewerbungsprozess erhöhen, da die Bewerberdaten eventuell nicht automatisch in der Bewerbermanagement-Software abgelegt werden. Zudem ist die Einwilligung für den Datenschutz dann schwieriger. Auch werden zusätzliche Angaben, die ihr über den eigenen Bewerbungsprozess angelegt habt, übergangen, wie z.B. die Sprachkenntnisse.

Wie kann man eine Stellenanzeige auf Google schalten?

Das Gute zuerst: Google for Jobs ist kostenlos. Um eine Vakanz auf Google zu veröffentlichen, muss sie nicht unbedingt in einer der großen Stellenbörsen geschaltet werden. Es reicht eine Unterseite auf der eigenen Homepage. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob die Stelle nur im eigenen Karrierebereich oder parallel auch in versch. Stellenbörsen veröffentlicht wird. Ausschlaggebend wäre für Google dann die Karriereseite des Unternehmens.

Ebenso unterstützen einige Bewerbermanagement-Systeme Googles Jobformat, wie z.B. join.com oder Umantis. Eine weitere Möglichkeit sind Jobbörsen wie Xing, LinkedIn oder Monster. Auch diese nutzen das Jobformat von Google. Stellenangebote, die darüber geschaltet werden, erscheinen in den Ergebnislisten der Suchmaschine.

Welche Voraussetzungen gelten für Google for Jobs?

Der Suchdienst verlangt keine Gebühren für das Inserieren der Stellenanzeigen. Allerdings müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Dazu gehört, dass jede Stelle auf einer einzelnen Unterseite zu finden sein muss. Auch darf diese Unterseite nicht von der Indexierung ausgeschlossen sein. Des Weiteren muss ein spezielles Format (strukturierte Daten) für jede(!) Stelle eingerichtet werden, damit diese als solche erkannt werden von der Suchmaschine. Auch gibt es einige Pflichtangaben, die beachtet werden müssen. Wichtig sind zudem vollständige Angaben, insbesondere das Veröffentlichungsdatum. Wird etwa beim Gehalt keine Angabe gemacht, bezieht Google u.U. die Gehaltsspanne von Glassdoor oder gehalt.de eigenmächtig heran. Auch darf der Titel keine zusätzlichen Angaben beinhalten wie die Ortsangabe, Referenz-Nr. oder den Firmennamen. Ebenfalls nicht erlaubt sind eine generelle Großschreibung oder Sonderzeichen, außer das Gender-Sternchen.

Wie kann man sich auf eine Stelle bewerben?

Eine Bewerbung über Google zu verschicken ist denkbar einfach. Über jede Anzeige finden sich blaue Buttons mit „Bewerbung auf“. Mit einem Klick darauf wird der Suchende direkt auf das jeweilige Jobportal oder die Unternehmensseite geleitet. Dort reicht er dann ganz normal seine Bewerbungsunterlagen ein. Meistens per E-Mail. Das heißt aber auch, dass der Bewerber sich den Bewerbungsprozess aussuchen kann.

Wie lange werden die Stellen auf Google ausgeschrieben?

Kurz gesagt: Solange, bis Google auf die Stelle(n) nicht mehr zugreifen kann. Soll die Vakanz aus Google entfernt werden, muss entweder die entsprechende Unterseite gelöscht werden. Oder es müssen die strukturierten Daten weggelassen werden. Gleiches gilt natürlich auch für die großen Jobbörsen.

Welche Jobbörsen kooperieren mit Google for Jobs?

Nach der Einführung in Deutschland gehörten Xing, LinkedIn und Monster zu den offiziellen Launchpartnern. Darüber hinaus setzen aber auch viele kleinere Jobbörsen auf das Jobformat von Google.

Google for Jobs in WordPress einrichten

Kommen wir zum praktischen Teil. Wie schon erwähnt basiert das Jobformat auf strukturierte Daten, genauer dem JobPosting. Dadurch erkennt die Suchmaschine, welches der Stellentitel ist, die Stellenbeschreibung etc.. Das heißt aber auch, dass es für jede Stellenausschreibung eine eigene Unterseite geben muss. Das eigentliche Markup lässt sich durch ein WordPress-Plugin einrichten. Neben Rank Math unterstützen auch die Plugins snip – Structured Data & SchemaStructured Content (JSON-LD) #wpsc oder auch SEOPress, on-site SEO das Jobformat.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch einige Markup-Generatoren, die euch bei der Implementierung helfen. Neben dem Generator von schma.org, gibt es z.B. noch den Schema Markup Generator (JSON-LD). Gebt dort alle relevanten Daten zu der Stellenausschreibungen ein. Der erzeugte Code lässt sich dann einfach kopieren und in WordPress einbinden. Wechselt dazu in den Reiter Text und setzt vor und nach dem Markup den <code></code>-Befehl.

Google for Jobs in WordPress einbinden

Bindet die strukturierten Daten in WordPress ein.

Schauen wir uns JobPosting-Format einmal genauer an. Ich mache es immer so, dass ich die Texte zunächst in einem normalen Editor vorbereite. Die Formatierung wird übernommen. Solltet ihr den Text händisch bearbeiten wollen, sei noch gesagt, dass die folgenden HTML-Tags von Google erkannt werden: <br>, <p> oder n, bzw. <p>, <ul> und <li>. Zur Stellenbeschreibung sei noch gesagt, dass ihr alle Angaben in einem Text angeben könnt. Vorausgesetzt ihr nutzt die entsprechende HTML-Formatierung. Für die Absätze „Voraussetzungen“ oder „Das bieten wir Ihnen“ gebe es aber auch separate Felder. Wenn ihr Rank Math einsetzt, werden euch weitere Felder angezeigt, wie z.B. „Experience Required“, also die Berufserfahrung. Eine Abfrage der Pflichtangaben durch das Plugin erfolgt aber nicht.

Google for Jobs in Rank Math

Google for Jobs in Rank Math einrichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt sind 48 Eigenschaften möglich. Aber nicht alle Merkmale sind nötig, um überhaupt erst in den Suchergebnissen aufzutauchen. Einige müssen angelegt werden, andere dienen als Filter zum eingrenzen der Ergebnisse. Hier einmal die wichtigsten zusammengefasst:

BezeichnungBeispielPflichtFilter
datePostedDatum der Veröffentlichung,
z.B. "2021-07-31"
jaja
descriptionvollständige Stellenbeschreibungjanein
hiringOrganizationArbeitgeber,
z.B. "Müller GmbH & Co. KG"
jaja
jobLocationArbeitsort,
z.B. "Hannover"
jaja
titleStellentitel,
z.B. "Dipl.-Ing. (w/m/d)"
janein
validThroughBewerbungsfrist,
z.B. "2021-08-31"
neinnein
responsibilitiesAufgabenneinnein
qualificationsQualifikationen /
Anforderungen
neinnein
incentives"Das bieten wir Ihnen"neinnein
baseSalaryGehaltneinnein
employmentTypeBeschäftigungsverhältnis,
z.B. "Vollzeit"
neinja
identifierEindeutige Kennziffer (ID)neinnein
jobLocationTypeArbeit ausschließlich vom Homeoffice aus,
z.B. "TELECOMMUTE"
neinja

Logo hinterlegen

Das Firmenlogo zu hinterlegen ist keine Voraussetzung: Aber schon allein zur Wiedererkennung, und um in der Übersicht aufzufallen, würde ich es immer mit angeben. Als Größe empfiehlt sich 56 × 56 px. Allerdings betrachtet Google das hinterlegte Logo eher als „Empfehlung“. Es gibt also keine Garantie, dass es angezeigt wird. Sollte euer Unternehmen einen Knowledge Graph haben, verwendet Google das Logo daraus. Wird kein Logo hinterlegt, wählt Google nur den Anfangsbuchstaben der Firma.

Direktbewerbung

Google hat angekündigt, den Bewerbungsprozess direkt abzubilden zu wollen („directApply“). Der Kandidat kann dann also seine Bewerbung bereits in der Suchmaschine an den Arbeitgeber verschicken. Der Zwischenschritt, zunächst über ein Bewerbungsformular bzw. Bewerbermanagement-Software, würde dann entfallen.

JobPosting testen

Nachdem ihr das JobPosting-Format angelegt habt, solltet ihr es testen. Dafür könnt ihr das Tool Test für Rich-Suchergebnisse nutzen. Sollten Warnungen angezeigt werden, solltet ihr sie prüfen und ggf. beheben. Solltet ihr in eurem Google-Konto angemeldet sein, erhaltet ihr eventuell eine E-Mail von Google mit dem bestandenen Testergebnis. Neuerdings wird die Seite sogar gecrawlt.
Google for Jobs testen

Sobald ihr das Jobmarkup eingesetzt habt, erscheint in der Search Console unter Verbesserungen der Punkt Stellenausschreibungen. Darunter erhaltet ihr weitere Hinweise von Google, wenn es Probleme geben sollte.

Search Console: Menü Verbesserungen

In der Search Console werden Fehler und Warnungen angezeigt.

Google for Jobs auswerten mit der Search Console und Google Analytics

Sobald eine Stellenanzeige ausgeschrieben ist, generiert Google die passenden UTM-Parameter für Google Analytics gleich mit dazu. Jedes Stellenangebot erhält die Werte ?utm_campaign=google_jobs_apply&utm_source=google_jobs_apply&utm_medium=organic. Diese lassen sich nicht ändern. Die Parameter erfassen, wie häufig auf den Button „Bewerbung auf“, innerhalb von Google for Jobs, geklickt wurde. Wie oft eine einzelne Stelle aufgerufen wurde und ob irgendein Filter genutzt wurde, erfahrt ihr dadurch aber noch nicht.

Google for Jobs in Google Analytics auswerten.

Auswerten könnt ihr die Zahlen unter Akquisition > Kampagnen > Alle Kampagnen.

Neben Google Analytics liefert auch die Search Console ganz interessante Daten für die Auswertung. In der Suchkonsole findet ihr im Leistungsbericht, die entsprechende Kennzahlen unter Suchanfragen, Seiten und Darstellung in der Suche.

Google for Jobs in der Search Console auswerten.

Wie funktioniert Google for Jobs technisch gesehen?

Google for Jobs ist ein sogenanntes angereichertes Suchergebnis. Wie schon erwähnt, ist es vergleichbar mit Google Travel. Nur, das hier versch. Daten zusammengeführt werden und sich der Nutzer mittels Filter seine Resultate eingrenzen kann. Wie so vieles, basiert auch das Jobformat auf strukturierten Daten. Im Hintergrund hat Google einen intelligenten Algorithmus laufen. Dieser lernt mithilfe von Künstlicher Intelligenz immer dazu. Nachdem ein Bewerber die Jobsuche schon einige Male genutzt hat, werden ihm dadurch auch ähnliche Stellenanzeigen vorgeschlagen. Besonders nützlich ist dies, wann man die richtige Stellenbezeichnung nicht kennt.

Meine Erfahrungen mit Google for Jobs

Was mir immer wieder auffällt ist, dass Google häufig das Logo nicht zieht. Hinzu kommt, dass einzelne Stellen nicht indexiert werden. Abhilfe schafft da nur die Indexierungs-API. Darüber sind die Stellen innerhalb kürzester Zeit in den Suchergebnissen zu sehen. Manchmal hilft es nur, die Jobposting-Markup neu anzulegen. Insgesamt solltet ihr den Aufwand für die Datenaufbereitung nicht unterschätzen.

Fazit

Nachdem Google festgestellt hatte, dass immer mehr nach Stellen gesucht wird, war eine Jobsuche in den Suchergebnissen nur ein logischer Schritt. Google for Jobs gehört in meinen Augen zum heutigen Recruiting einfach dazu. Das Google seine Technologie, insbesondere KI, immer mehr in der Fläche ausrollt, ist fast schon logisch. Vorstellbar wäre, dass Google die Jobsuche in Zukunft weiter ausbaut und mit zusätzlichen Funktionen ausstattet – ähnlich wie Google Travel. Einen Schritt in diese Richtung hat der Suchmaschinenbetreiber mit der Direktbewerbung schon unternommen. Ich kann mir vorstellen, dass Google irgendwann einmal auch Ads speziell für Google for Jobs anbietet.

Über den Autor

Andi

Ich bin Marketing-Referent, Blogger und Fachautor. Ich schreibe auf digitalanalyse.de über die Themen SEO, Google My Business und Online-Marketing.

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